Meine Haltung zu COVID-Impfungen

Mit COVID-Impfungen soll das Immunsystem trainiert werden, um mit dem richtigen CORONA-Virus umgehen zu können. Gerade für Menschen, die ein durch Vorerkrankungen geschwächtes Immunsystem haben, ist das sinnvoll. Tatsächlich zählt inzwischen sogar ein BMI von 24+ als Risikofaktor, was in Deutschland auf ca. 52 % der Männer und 43 % der Frauen zutrifft. Hier will ich meine Erkenntnisse und daraus resultierende Haltung dokumentieren.

Milliarden Menschen wurden bisher mit den verschiedensten Impfstoffen geimpft. Den Wenigsten hat es geschadet. Das ist die gute Nachricht. Leider haben die Impfstoffe sehr unterschiedliche Wirksamkeitsgrade, was verunsichert, auch weil wir nicht die freie Wahl haben, welchen Impfstoff wir haben wollen. Wenn es, wie allerdings auch bei anderen Impfungen, zu sogenannten Impfdurchbrüchen kommt, heißt es, ohne Impfung wäre der Krankheitsverlauf schwerer gewesen, aber das könnte auch reine Spekulation sein. Fakt ist, dass jetzt eine dritte Impfung angeraten wird, beschönigend Booster-Impfung genannt. Es ist nicht auszuschließen, dass, ähnlich wie bei der Grippeimpfung, in Intervallen weitere Auffrischungen empfohlen werden.

Warum haben manche Menschen einen schweren Verlauf und sterben in Verbindung mit COVID-19, wie es so schön heißt? Im Grunde sagt das, die Menschen sterben nicht an COVID, adaptiertesondern die Infektion bringt "das Fass" zum Überlaufen, d. h. das Virus gibt ihrem Immunsystem den Rest. Bekannt ist, dass Vorerkrankungen das Risiko für einen schweren Verlauf erhöhen; dazu gehört auch schon Übergewicht.

Das Virus konnte vermutlich nur so erfolgreich sein, weil wir durch unsere Ernährung, unseren Lebensstil und evtl. Medikamentenkonsum ihm einen idealen Nährboden zur Ausbreitung geschaffen haben. Dabei hat die Nahrungsmittelindustrie, aber auch die Landwirtschaft durch ihre Insektizide und Antibiotikagaben maßgeblich geholfen. Politik und Medien haben da nicht so genau hingesehen, zumal die Zusammenhänge zu verstehen keine einfache Aufgabe ist. Wer liest sich vor dem Kauf von Nahrungsmitteln schon das Kleingedruckte mit den Inhaltsangaben durch, und wer versteht schon, was sich hinter den E-Nummern verbirgt und welche Neben- und Langzeitwirkungen diese mit sich bringen?

Andere Menschen haben einen milden oder sogar unbemerkten Verlauf. Warum das so ist, wurde bisher meines Wissens nicht untersucht. Weil ich die Ergebnisse dieser Frage für ein vorsorgendes Verhalten für sehr wichtig halte, habe ich mich als gesunder 70jähriger ohne Vorerkrankungen vor ca. 18 Monaten dem Robert-Koch-Institut als Proband angeboten und vor Kurzem auch der Charité. Darauf habe ich leider keine Antwort bekommen. Ich vermute, dass es für die Ergebnisse, gemäß dem herkömmlichen Handeln, kein ökonomisch verwertbares Interesse gibt.

In dem Zusammenhang wurde von der Epoch Times USA ein Artikel über natürliche Immunität veröffentlich, dessen Authentizität schwer zu überprüfen sein dürfte, aber doch zu denken geben sollte. Es sollte allerdings klar sein, dass Vorerkrankungen und natürliche Immunität wahrscheinlich nicht zusammen auftreten. Ein Artikel vom 6. Oktober 2021 der Epoch Times USA wiederholt die Kernaussage und berichtet von Umsatzzahlen, die durchaus Begehrlichkeiten erwecken können (die deutsche Übersetzung dieses Artikels ist hier zu finden).

Warum bilde ich mir ein, dass ich einen milden Verlauf erwarten darf und dann eine bessere Immunabwehr entwickeln würde, als es die Impfungen garantieren? Ich trainiere seit über 40 Jahren mein Immunsystem, mit dem Ziel ohne Medikamente und Zivilisationskrankheiten leben zu können. Das ist mir bisher auch recht gut gelungen.

Ausgelöst wurde das Bestreben durch einen Arzt, der mir vor 40 Jahren, nach einer Blinddarmoperation, Empfehlungen gab, was ich zu essen vermeiden sollte, um schneller wieder gesund zu werden. Dadurch wurde mein Interesse an dieser Thematik angespornt, was u. a. dazu führte, dass ich vor 35 Jahren einen strikt veganen Lebensstil für mich eingeführt habe. Inzwischen habe ich das so weit weiterentwickelt, dass ich keine industriell verarbeiteten Nahrungsmittel mehr konsumiere und meine Lebensmittel überwiegend in Bio-Märkten, beim Bauern oder auf Wochenmärkten einkaufe. Die meisten Lebensmittel werden von mir jetzt roh verzehrt, weil ein Effekt der sonst üblichen Hitzebehandlung ein Verlust von Vitaminen und Nährstoffen bedeutet. Daneben verzichte ich auf raffinierten Zucker sowie weitestgehend auf Salz und Weißmehlprodukte.

Vor ca. fünf Jahren wurde mir bei einer Untersuchung, bei einem Tag der offenen Tür in einem Krankenhaus, gesagt, dass meine Arterien so gut aussehen würden, wie das sonst eher von Sechsjährigen bekannt sei. Ich gehe nicht regelmäßig zum Arzt (auch nicht zu Vorsorgeuntersuchungen) und habe mich nicht gegen Grippe impfen lassen. Warum sollte ich mich nun “gegen” COVID impfen lassen?

Ich versuche mich solidarisch zu verhalten, indem ich Maske trage und Abstand halte, auch im Sitzen, und nutze die LUCA- und Covid-App. Ich gehe zu keinen Massenveranstaltungen und schon gar nicht in Bars, und auch in Kinos; bei Konzerten oder in Museen bin ich dieser Tage eher nicht zu sehen. Wenn ich an Veranstaltungen teilnehmen will oder Orte besuche, wo die 3G-Regel gilt, lasse ich mich testen und lege dann mein negatives Testergebnis vor, auch wenn mich die evtl. Kosten bei meiner kleinen Rente schmerzen. Ich habe zudem jetzt den dritten PCR-Test machen lassen und werde das jede Woche wieder tun, solange die Regeln so strikt sind. Wo 2G verlangt wird, gehe ich einfach nicht hin und leide auch nicht darunter, denn das Leben hat noch so viel mehr zu bieten.

Es ist bekannt, dass auch Geimpfte und Genesene die Infektion übertragen können. Deshalb halte ich einen negativen Test für einen besseren Schutz, als 2G. Im Prinzip müsste statt 2G die Regel 3G+ lauten, d. h. alle müssten sich testen lassen, aber das ist bei 80 Millionen Menschen natürlich nicht zu leisten.

Ich bin kein genereller Impfgegner, habe aber aus gesundheitlichen Gründen darauf verzichtet mich gegen Grippe impfen zu lassen und möchte auch keine Corona-Impfung. Dagegen bin ich weiterhin gerne bereit mich infizieren zu lassen, um meine Hypothese zu testen (auch wenn das nur als anekdotische Evidenz gelten würde) die Infektion gut zu überstehen und danach als genesen zu gelten. Dafür gehe ich dann auch gerne in Quarantäne und harre der Dinge, die da kommen werden. Sollte ich unerwartet einen schweren Verlauf erleben, werde ich keinen Arzt bemühen und in aller Stille die Entwicklung abwarten (ich bin Single und würde dadurch niemanden belasten). Ich erwarte nicht daran zu sterben und würde grundsätzlich keine künstliche Beatmung oder andere Intensivmedizin für mich wollen (das steht auch so absolut in meiner Patientenverfügung). Ich habe noch nicht gehört oder gelesen, dass Menschen mit einer ähnlichen Konstitution wie ich, Zuhause in Verbindung mit Corona gestorben wären (was natürlich nichts beweist).

Selbst der in Medien oft präsentierte Prof. Christian Drosten, hat eine Haltung, die meiner nahe kommt. In dem NDR Info-Potcast 97 sagt er folgendes: »Aber eigentlich ist es nicht das Ziel für alle Zeiten, immer impfen zu müssen. Ich glaube, dass die Mehrheit der Infektionsbiologen und Mediziner im Moment sagt: Wir müssen eigentlich die endemische Situation als eine Erkältungssituation betrachten. Das heißt, wir sind aber dann auch in der Situation, dass unser Immun-Update, also die Booster-Immunisierung, eigentlich nicht hier passiert, sondern durch immer wiederkehrende Kontakte mit dem Virus und dass die Bevölkerungsimmunität auch immer belastbarer wird, weil dann sind es hier wirklich Infektionen. Und da kriege ich dann Schleimhautimmunität, die ortsständig ist. Da sind dann eigene T-Zellen, die dort sitzen, lokale B-Zellen, die dort lokal Antikörper machen. Also diese Infektionsimmunität, die ist auf Dauer robuster.

Mein Ziel als Virologe Drosten, wie ich jetzt gerne immun werden will, ist: Ich will eine Impfimmunität haben und darauf aufsattelnd will ich dann aber durchaus irgendwann meine erste allgemeine Infektion und die zweite und die dritte haben. Damit habe ich mich schon lange abgefunden. Und dann weiß ich, bin ich richtig langhaltig belastbar immun und werde nur noch alle paar Jahre überhaupt mal dieses Virus sehen, genau wie ich die anderen Coronaviren auch immer mal wieder sehe. Das kann ich als relativ gesunder Erwachsener so für mich verantworten. Es gibt andere Bevölkerungsgruppen, die können das natürlich nicht. Aber ich kann das für mich selbst, für meine eigene Gesundheit auch nur verantworten, weil ich jetzt zweifach geimpft bin (hier ist die Niederschrift des zweistündigen Potcast).«

Dass dürfte eine andere Haltung und Grundlage sein, als sie von den meisten Impfverweigerern vertreten wird. Auch würde ich mein Vorgehen und diese Haltung nicht uneingeschränkt weiterempfehlen.

Nachtrag vom 05.12.2021

Am 02.12.2021 erschien ein Aufruf auf www.nebenan.de, dass in einer Nachbargemeinde ein Arzt für den heutigen Sonntag Impfungen anbietet. Da ich bald zwei Jahre vergeblich darauf gewartet hatte mich zu infizieren, fühlte ich mich durch die aktuellen Beschränkungen genötigt mich jetzt doch impfen zu lassen. Nach 90 Minuten Warten in der Kälte (1,5 °C) bekam ich meine Impfung und den Eintrag in meinen Impfpass. Es war zwar erst meine erste Impfung, aber ich denke jetzt kann ich wahrheitsgemäß sagen ich bin geimpft. Trotzdem werde ich mich weiterhin testen lassen, bevor ich Menschen zu nahe kommen muss. Eine Zweitimpfung plane ich Anfang nächsten Jahres machen zu lassen.

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